Nach Übergriffen in Köln – 15 geniale Verhaltens-Tipps, die auch ihr Leben um „eine Armlänge“ sicherer machen

Nach den Ausschreitungen und sexuellen Übergriffen der Silvesternacht rund um den Hauptbahnhof Köln haben Politik und Polizei nun eine geniale Lösung zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft entwickelt:

„Frauen sollen zu Fremden
eine Armlänge Distanz halten.“

Diese bahnbrechende Handlungsanweisung wurde heute auf einer Pressekonferenz mit der Kölner Oberbürgermeisterin Reker und dem örtlichen Polizeipräsidenten vorgestellt. Nörgler werden nun behaupten, darauf wären die betroffenen Frauen eventuell auch selbst gekommen oder schlimmer, man verschiebe hier die Verantwortung von den Tätern zu den Opfern. Doch das ist kurzsichtig. Wir greifen das visionäre Konzept auf und präsentieren 15 Tipps für ein rundum sicheres Leben:

  1. Ertrinkende sollten den Kopf immer eine Armlänge über Wasser halten.
  2. Autounfallfahrer sollten stets eine Armlänge Abstand zu Wänden und Bäumen halten.
  3. Schulkinder sollten immer eine Armlänge Abstand zum Auto-Kühlergrill halten.
  4. Abstüzende Flugpassagiere sollten immer eine Armlänge Abstand vom Boden halten.
  5. Selbstmordattentäter sollten stets eine Armlänge Abstand vom Auslöser halten.
  6. Galgenopfer sollten stets einen Hocker in der Höhe einer Armlänge unter dem Fuß behalten.
  7. Menschen in brennenden Flüchtlingsheimen sollten eine Armlänge Abstand zu Rauch und Flammen halten.
  8. Hetzkommentatoren wie Schönredner sollten eine Armlänge Abstand von Tastatur, Mikro oder Kamera halten.
  9. Opfer von Schusswaffenangriffen sollten sich zur Vermeidung tödlicher Verletzungen nur in den Arm schießen lassen – am besten auf ganzer Länge.
  10. Der Verfassungsschutz sollte eine Armlänge Abstand von Nazimördern und Aktenschreddern halten.
  11. Flüchtlinge sollten eine Armlänge Abstand zu Horst Seehofers Obergrenze halten.
  12. Angela Merkels Rautenhände sollten eine Armlänge Abstand voneinander halten.
  13. Russische Flugzeuge sollten eine Armlänge Abstand von türkischen Grenzen halten.
  14. Kollateralopfer sollten mindestens eine Armläge Abstand zu Drohnenzielen halten.
  15. Wir distanzieren uns von diesem Blödsinn – mindestens eine Armlänge.

 

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12 Antworten zu Nach Übergriffen in Köln – 15 geniale Verhaltens-Tipps, die auch ihr Leben um „eine Armlänge“ sicherer machen

  1. Pingback: Gewalt zwischen Kölner Hauptbahnhof und Nordafrika – jetzt spricht ein echter Experte | Pingu-Mania

  2. Pingback: Nach Übergriffen von Köln: Ungeheuerlicher Vorfall in Madrid zeigt die Dimension des Problems | Pingu-Mania

  3. con...(dis...)stanze armlong schreibt:

    Noch eine Idee: Auf eine Armlänge Abstand um die Frauen herum einen elektrischen Reifrock ziehen. Oder einen einklappbaren Stacheldraht. Keuschheitsgürtel aus Keflar. Codeschlösser nur für berechtigte (Ehe-)männer. Eine optische Alarmfunktion zum Schutz pubertierender Teenietöchter. Einen Peilsender für die Ehefrau als Weihnachtsgeschenk. Der Oma als ganz einfachen Schutz die Inkontinenzeinlagen einfach wegnehmen. Auf jeden Fall bei den „Ursachen“ ansetzen. Aber jetzt wirds ein bisschen verrückt, nicht dass ihr meine Kommentare sperrt, außerdem muss ich trotz Empörung mal ins Bett. 🙂

    • pingumania schreibt:

      Liebe con…(dis…)stanze, hier wird niemand gesperrt, wir sind radikale Verfechter der Meinungsfreiheit und finden, es sollte jeder selbst für seine Äußerungen geradestehen. Deshalb darf hier frei über „Arschlöcher“, „Inkontinenzeinlagen“ und die eigene Libido gesprochen werden – ob politisch korrekt, zynisch oder missverständlich, wir sehen das nicht so eng 🙂 Zudem sind Deine Ideen allesamt bedenkenswert – wer weiß, ob sich die Burka nicht doch noch zum Top-Kostüm des Kölner Karnevals mausert … Wir freuen uns weiter auf Dich als engagierte Leserin.

      Polarisierende Grüße,
      Dein Pingu-Mania Team

  4. con...(dis...)stanze armlong schreibt:

    Mir sind noch ein paar Ergänzungen zu euren sehr hilfreichen Tipps eingefallen: Habe jetzt auch noch gelesen, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts lieber nachts garnicht mehr oder nicht alleine (also ohne Mann) rausgehen soll (indirektes Zitat). Wie witzig, – ich habe beim Schreiben gestern noch drüber nachgedacht, fand aber meine These doch zu „mittelalterlich“ – vor allem ist das mit der Erwerbstätigkeit so schwer zu verbinden. Oder greift hier die Berufsunfähigkeitsversicherung vielleicht?! Wird die wegen solcher Gefahren jetzt für Frauen in ihren Beiträgen steigen?! Darf frau vielleicht trotz vollen Gehalts ihre Arbeitszeiten aufgrund der Gefahrenlage verkürzen? Bekommen wir vielleicht Selbstverteidigungskurse bezahlt oder einen männlichen Begleiter (Escort für Damen mal ganz anders gedacht, eben angepasst an die weiblichen (Sicherheits-) Bedürfnisse….hahaa). Auch denke ich jetzt doch mal über einen pflegeleichten Kurzhaarschnitt und einen praktischen, weiten Poncho nach. Ich möchte ja nicht provozieren. Mit angerußten Korken kann man ein schlechtes Gebiss faken, vielleicht hilft das. Den Frauen, die damals aus England in die Kolonien übergesetzt haben, hat das gegen männliche Gewalt geholfen, hab ich in einem Roman für Damen gelesen :).
    Außerdem: Als Frau im besten Alter 😉 habe ich (natürlich ein klarer Vorteil für uns Frauen–> nur an wenigen Tagen sehr akut!) schon ne gewisse Libido. Kann ich jetzt davon ausgehen, dass Männer, die dann keine „Armlänge Abstand“ halten und mir gefallen, still ihr Einverständnis geben oder darf ich zumindest auf Schuldfreiheit pochen, wenn ich mich denen dann unsittlich nähere?!
    Meine Güte, das ist alles so neu für mich, ich bleibe gespannt. Jedenfalls hoffe ich, dass meine Tipps einigen Frauen helfen können, sich nicht mehr durch ihr Verhalten, ihr Aussehen, ihre Gleichberechtigung oder ihre Arbeitszeiten in Gefahr zu begeben oder gar Männer zu reizen….*ironie off*. Victimblaming vom Feinsten….. das ist bitter!
    Anmerkung der Verfasserin: Auch obiges ist, für die, die es nicht herauslesen können, selbstverständlich zynisch gefärbt aufzufassen. Auch in Zeiten erhöhter Fruchtbarkeit habe ich mich natürlich soweit im Griff, dass ich im öffentlichem Raum das männliche Geschlecht in seinen Grundrechten nicht beschneiden (ach, dieses Wort ist hier irgendwie fehl am Platze) werde. Ich schwör.

    • con...(dis...)stanze armlong schreibt:

      weitere Anmerkung: Mit „Victimblaming“ meine ich natürlich nicht euren Blog, sondern die von Euch angeführten Zitate (Armlänge) und die anderen mittelalterlichen Tipps, nachts nicht allein das Haus zu verlassen etc.

    • con...(dis...)stanze armlong schreibt:

      Ich distanziere mich natürlich auch ausdrücklich davon, hier ALLE Männer gemeint zu haben und möchte mich auf diejenigen beziehen, die in den Medien jüngst als „Arschlöcher“ tituliert wurden. Hochkomplex, da korrekt zu bleiben. Ich kenne auch ein paar nette Männer ;), das wollte ich noch sagen, um nicht als Männerfeind zu gelten. 🙂
      Die Arschlochfeind_in

  5. con...(dis...)stanze armlong schreibt:

    interessant auch, dass das noch unter „diebstahl“ fällt. ich dachte, da sei der begriff „raub“ ggf. angemessener. aber vermutlich lag das daran, dass die entsprechende/n frau/en eben nicht die armlänge abstand eingehalten hat und somit die gewaltanwendung für den täter nötig war, um den diebstahl durchzuführen…… (hoffe, der zynismus ist herauszulesen).

    • pingumania schreibt:

      Hallo, alles perfekt herauszulesen! Wir gehen auch davon aus, dass den Frauen in Ermangelung der eigentlichen Täter eine Mitschuld nachgewiesen werden muss…

      Polarisierende Grüße,
      Dein Pingu-Mania Team

  6. con...(dis...)stanze armlong schreibt:

    dem ist nichts mehr hinzuzufügen. ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

    • pingumania schreibt:

      Danke. Fragen wir uns übrigens auch regelmäßig – entscheiden uns aber immer fürs Lachen. Ist dann irgendwie besser auszuhalten.

      Polarisierende Grüße,
      Dein Pingu-Mania Team

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