Altern ohne rot zu werden – 150 Jahre SPD

Mit 17 hat man noch Träume. Mit 66 Jahren da fängt das Leben an. Und mit 150? Da es Jopi Heesters nicht vergönnt war uns mit schlageresken Einsichten zu diesem Lebensalter zu versorgen, können wir nur mutmaßen, wie es der SPD an ihrem großen runden Geburtstag geht.

Von außen betrachtet waren sich eigentlich alle einig. ARD-Politfossil Uli Deppendorf fasste gestern noch mal als letzter die mediale Quintessez aus anderthalb Jahrhunderten zusammen: Die SPD ist schon ziemlich wichtig gewesen, nur gerade irgendwie nicht so richtig gut drauf. Dem ist nichts hinzuzufügen, schließlich haben wir uns schon genug über Agenda-Phantomschmerzen, Rumpelkandidat Steinbrück und Siggi Gabriels Karrierepläne und Fettnapfkompetenz ausgelassen.

Wir haben stattdessen einfach mal Wikipedia, die Academia des Bildungsprekariats, befragt und manch Interessantes über die Jubilarin SPD erfahren: So hatte eine der Vorgängerparteien der heutigen SPD zum Beispiel die Buchstaben „SDAP“ in genau dieser Reihenfolge im Namen. War da nicht mal was? Ach ja, so ein Zufall! Aber dass die alten Nazis irgendwie auch Sozialisten waren, möchte heute irgendwie keiner mehr so richtig wahrhaben: 1-Mai-Feiertag sowie steuerfreie Sonntags- und Nachtzuschläge hin oder her. Spannend ist auch, dass das Durchschnittsalter der SPD bei 58 Jahren liegt und der Frauenanteil bei 31,2%. Daraus lassen sich zwei Dinge ableiten: 1. Der demografische Wandel ist in der SPD bereits abgeschlossen. 2. Rein statistisch müsste mit der von der SPD favorisierten 30%-Frauenchefquote JEDE Frau, die in der SPD ist, auch eine Führungsposition haben. (An alle Mathematiker und Statistiker des IFO-Instituts für Wirtschaftsforschung: Dies war ein Witz). Zuletzt überrascht eine Zahl ganz besonders. Die SPD bezog im letzten Jahr laut Übersichtsbericht des Bundestages zur Parteienteilfinanzierung 45.585.641,47 Euro (in Worten: Fünfundvierzigmillionen und Zerquetschte). Und jeder dieser Euronen ist Steuergeld.  Das bedeutet im Klartext: Eine Partei, die einst staatliche Leistungen an Leistungsbereitschaft knüpfte und diese teils drastisch zurückfuhr, lässt sich ihre sozialprogrammatische Arbeitsverweigerung von eben jenen geschröpften Bürgern fürstlich vergüten. Das ist der neue Sozialismus in der Parteiendemokratie. Und dies lässt nur einen Schluss zu: Die SPD muss schleunigst auf Hartz4-Regelsatz gestellt werden, damit sie einen Anreiz bekommt, wieder eine echte Arbeit aufzunehmen.

Was ist also noch übrig von der Idee SPD, wofür steht sie heute? Unsere Pinguine haben sich an einer wohlwollenden Bestandsaufnahme versucht:

pingumania_cartoon_15-jahre_spd

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2 Antworten zu Altern ohne rot zu werden – 150 Jahre SPD

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