Von Biomasse, Schienenverkehr und schwulen Enten

Er heißt wirklich Kretschmann. Ich sehe zweimal hin, aber dann steht fest: Der Schaffner im Regionalexpress nach Heilbronn heißt „M. Kretschmann“. So sieht sie also aus, die „sozial-ökologische Wende“ im seit einem Jahr grün-rot regierten Baden-Württemberg: Der Sohn des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann kümmert sich persönlich um die kundenorientierte Umsetzung umweltfreundlicher Mobilität.

Natürlich, ich nehme an, dass der Schaffner gar nicht mit dem Ministerpräsidenten verwandt ist. Aber irgendwie schien es doch wie ein erstes Zeichen, dass die Premierenkoalition im süddeutschen Vorzeige-Bundesland mehr bewegt als nur das Gemüt von Claudia Roth.

Die öffentliche Wahrnehmung der Regierungsbilanz aus der Ferne fällt bisher bescheiden aus. Der Hauptbahnhof in Stuttgart wird doch verbuddelt und beim Daimler werden immer noch Premiumautomobile hergestellt, keine Fahrräder. Doch dieser Eindruck täuscht. Wir haben im Rahmen eines Heilbronn-Besuchs vor Ort recherchiert und beeindruckende Beispiele für einen erfolgreichen Wandel zu einer nachhaltigen und menschlicheren Gesellschaft gefunden:

Schwerpunkt Klimapolitik: Das Klima in der grün-roten Koalition ist hervorragend, Kabinettssitzungen werden gern ökologisch-spielerisch an der frischen Luft abgehalten. (Foto: Pingu-Mania)

Schwerpunkt Erneuerbare Energien: Im Ländle, wie hier in Heilbronn, werden Freibäder jetzt mit Solarenergie beheizt. Unseren Einwand, dass Freibäder doch schon immer von der Sonne erwärmt wurden, wies das Umweltministerium als „kleinkariert“ zurück. Den restlichen Strombedarf deckt das Land übrigens mit Grünkernernergie.(Foto: Pingu-Mania)

Schwerpunkt Wirtschaftsförderung: Das Ziel, ökologisches Wachstum zu schaffen, wird unter der neuen Regierung vorbildlich erreicht. Allein in diesem Frühjahr wurden von der Natur Millionen Tonnen Biomasse produziert, dabei wurde sogar CO2 gebunden, statt es auszustoßen. (Foto: Pingu-Mania)

Schwerpunkt Gesellschaftspolitik: Minderheitenschutz wird groß geschrieben und ökologisch angereichert. Hier genießt ein schwules Stockentenpärchen das neue liberalere Gesellschaftsklima. (Gegen den Begriff „stockschwul“ haben die beiden übrigens nichts einzuwenden, Anmerk. d. Red.) (Foto: Pingu-Mania)

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