Der Super-GAUCK – Bilanz einer katastrophalen Präsidentschaft

Knapp zwei Monate hat Christian Wulff das Amt des Bundespräsidenten allein beschädigt. Jetzt übernehmen das wieder verschiedene Akteure in Arbeitsteilung: Da wären zunächst Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin und Philli Rösler, die alle irgendwie für sich beanspruchen, dass Joachim Gauck ihre Erfindung wäre – allein das wäre eigentlich schon wieder ein Rücktrittsgrund, um die Würde des Amtes und der eigenen Person irgendwie zu retten.

Ansonsten melden sich Hinterbänkler und Grünkernaktivisten en masse, die alle schon Kritik und gute Ratschläge für Herrn Gauck haben. Norbert Geis, CSU-Ötzi aus Leckmiamarsch-Keisaukenntmi verlangt zum Beispiel, Gauck solle endlich sein Privatleben ordnen und seine langjährige Freundin heiraten. Geis denkt als Vorbild vermutlich an seinen Parteichef Seehofer, der ordentlich verheiratet war und auf dieser soliden Basis in andere Betten sprang.

Doch viel interessanter ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit einer Präsidentschaft, die noch nicht einmal begonnen hat. Ob Occupy-Camper, S21-Gegner oder Migranten-Vertreter – alle fühlen sich von Onkel Joachim ungerecht behandelt, weil es irgendwo ein Zitat von ihm geben soll, von dem sie irgendwo gehört haben und dessen Inhalt irgendwie mit ihnen zu tun hat. Nun verlangen sie Richtigstellungen für Sachverhalte, die sie selbst noch nicht einmal richtig gelesen haben.

Die Medien stimmen ein, in diesen seherischen Kritikerchor und so kann man festhalten, ohne kleinlich die erste Rede, 100 Tage oder gar 5 Jahre abzuwarten: Joachim Gauck ist inhaltlich gescheitert, bevor er gewählt wurde. Wir ziehen deshalb hier und jetzt eine Bilanz seiner Amtszeit:

Seine große Rede
Die Ansprache anlässlich seiner Nominierung. Hier führte er beispielhaft vor, dass die Parteichefs, die sich auf ihn einigten, geltungssüchtige Vollidioten sind und reichte zudem mit seinem Satz „Ich bin noch nicht einmal gewaschen“ auch Menschen aus einkommensschwachen Schichten die Hand.

Sein größter Fehler
Die Bereitschaft, überhaupt Präsident zu werden.

Sein wichtigster Partner
Der Taxifahrer, der ihn zu seiner Nominierung ins Bundeskanzleramt fuhr. Das Ganze wurde medial komplett ausgeschlachtet, doch zu Recht: Es war das erste und einzige Mal, dass Gauck ein politisches Ziel erreicht hat.

Sein Vermächtnis
Sein ehrlicher Umgang mit gesellschaftlichen Interessengruppen (siehe oben) hat ihm auch Respekt eingebracht. Davon zeugen das nach ihm benannte Gauck-Zelt für das Übernachten auf Bankvorplätzen, die Joachim-Gauck-Moschee in Köln und der unterirdische Joachim-Gauck-Bahnhof in Stuttgart.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s