Politik hat Ziel erreicht: Satire ist tot

Der Weltverband der Satiriker hat heute beschlossen sich selbst aufzulösen und die Satire abzuschaffen. Wie jeder weiß, klagt Satire politische und gesellschaftliche Zustände an, oft mit dem Mittel der Übertreibung. Dies sein nun nicht mehr möglich, sagte Verbandssprecher Turk Bucholsky. „Wir sehen uns außer Stande, die aktuelle politische und gesellschaftliche Realität zu überspitzen. Politik ist selbst die bessere Satire geworden, deswegen werden wir nicht mehr gebraucht.“ Bucholsky führte dafür zahlreiche Beispiele an:

Fall 1: Der grüne Neu-Ministerpräsident Winfried Kretschmann behauptete vor kurzem in der Sendung „Anne Will“, niemals versprochen zu haben, er werde Stuttgart 21 stoppen. Richtig, wir erinnern uns ja alle noch an die mitreißenden Demonstrationsplakate in Grünen-Optik mit der Aufschrift „Im Falle der Machtergreifung werden wir die Gesamtsituation bezüglich Stuttgart 21 unter Berücksichtigung des Vertragskontexts ergebnisoffen prüfen und dann weitere Schritte mit unserem diametral denkenden Koalitionspartner erörtern“. Das hat einfach mobilisiert. Die weitere Meinungsmetamorphose dürfte wie folgt aussehen (kommende Kretschmann-Zitate): 1. Ich habe nie gesagt, dass ich prinzipiell gegen U-Bahnen bin. 2. Ich habe immer gesagt, dass ich Bahnfahren besser als Autofahren finde. 3. Das gute an Bahnen unter der Erde ist, dass das CO2 nicht in die Atmosphäre gelangt. 4. Ich war immer ein Fan von Stuttgart 21. So ist Politik: Eben war man noch in einer Win-Win-fried-Situation, im nächsten Moment hat man schon sämtliche Glaubwürdigkeit verloren.

Fall 2: Was? Das ist ja so wahrscheinlich wie ein Atomausstieg der CDU, dem die Grünen zustimmen. Bis vor kurzem wäre das noch ein Spitzengag gewesen. Jetzt ist es langweiliges politisches Tagesgeschäft. Konsenskanzlerin Angela Merkel und ihr kleinster-gemeinsamer-Nenner-Kabinett touren weiter „erfolgreich“ durch die Lande und nötigen jeden zum Kompromiss, der nicht bei drei hinterm Schlagbaum ist. Angie kriegt sie alle, erst die SPD in der großen Koalition, jetzt die Grünen im gesellschaftlichen Gemeinschaftskraftakt. Irans Präsident Ahmadinedschad soll in panischer Angst leben, dass er bald gemeinsam mit Angela Merkel eine jüdische Gedenkstätte besuchen wird. Vielleicht erlaubt ihm Angie aber auch die Atombombe – Hauptsache man ist sich einig.

Fall 3: Hätte ein Satiriker richtig dick auftragen wollen, so hätte er humoristisch gnadenlos überspitzt so tun können, als sei die „Umweltschutzorganisation“ WWF eifriger Geschäftspartner Regenwald zerstörender und Gentechnik fördernder Großkonzerne. Jetzt kann das jeder in der Zeitung nachlesen. Pingu-Mania war bereits im letzten Jahr stutzig geworden, als wir die Verarbeitung von Panda-Babys zu CD-Playern in China aufdeckten. Mittlerweile kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass der WWF sein Wappentier vielleicht sogar bewusst verhökert hat.

Fall 4: Was passiert mit einer überführten Wissenschaftsbetrügerin, die sich ihre akademischen Weihen dreist erschlichen hat und die nach Aufdeckung von ihrer Uni mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wurde? Richtig: Sie wird Mitglied in einem der wichtigsten Forschungs- und Wissenschaftsgremien Europas. Was Kabarettisten wohl als zu übertriebene Pointe verworfen hätten, ist für die FDP und ihren Chefimitator Philipp Rösler kein Problem: Silvana Koch-Mehrin, bescheißende Berufblondine, die als größten politischen Erfolg bisher Nacktfotos in der Schwangerschaft vorweisen kann, darf Deutschland im Wissenschaftsausschuss des Europaparlaments vertreten. Wer sich darüber schon nicht mehr wundern kann, der wundert sich vielleicht darüber, dass sie überhaupt noch im Europaparlament sitzt. Schließlich war sie doch im Zuge ihrer Doktor-Affäre „von allen Ämtern“ (Zitat Koch-Mehrin) zurückgetreten. Doch das stimmt nicht ganz: Sie ist lediglich von allen Ämtern zurückgetreten, die KEIN Geld bringen, wie zum Beispiel vom Grüßaugustposten als FDP-Vize. Die Abgeordnetenbezüge von wohl weit über 80.0000 Euro im Jahr (aus 100% Steuergeld) nimmt sie weiter mit – sonst hätte sich die ganze Quälerei mit dem Doktor-Titel ja überhaupt nicht ausgezahlt.

Fall 5: Apropos, FDP! Was würden Sie persönlich tun, wenn eine unsägliche und realitätsferne Steuersenkungsdebatte in den letzten zwei Jahren ihre Partei an den Rand des politischen Exitus getrieben hätte? Richtig, sie würden vermutlich wie FDP-Insolvenzverwalter Philipp Rösler schnellstmöglich wieder eine Steuersenkungsdebatte beginnen. Gestern sprach ich zufällig mit einer Gruppe Lemminge über das Verhalten der Liberalen. Sie waren entsetzt über soviel vorsätzlich vorangetriebene totale Todessehnsucht.

Fall 6: Wie wir soeben erfahren, hat Dr. Silvana Koch-Mehrin den Verzicht auf Ihren Sitz im EU-Forschungsausschuss bekanntgegeben. Hat der Protest von Parlamentskollegen wie Wissenschaftlern hier also zu einem echten Akt von Verantwortungsübernahme geführt? Absolut! Denn die fidele Frontfrau belegt sich mit der Höchststrafe: Sie wechselt „in einen anderen Ausschuss“. Wir vermuten mal, dass es der Ausschuss für „Ethik und Anstand in der Politik“ sein wird. Bei Produktionsprozessen in der Wirtschaft ist „Ausschuss“ übrigens der Begriff für unbrauchbare Fehlerprodukte, die aussortiert werden müssen. Hier könnte die Politik sich mal was abschauen.

Die Liste ließe sich noch endlos fortsetzen. Aber wir wollen die Beisetzung der Satire wegen Überflüssigkeit ja nicht unnötig in die Länge ziehen. Die Beispiel zeigen ja bereits: Die Verbindung zu ihren Stammwählern haben fast alle Politiker längst verloren, mittlerweile verlieren immer mehr sogar die Verbindung zu ihrem Stammhirn – sie merken gar nichts mehr. Da die Satire nun tot ist, wird Pingu-Mania sich künftig nach einem neuen Geschäftsmodell umsehen müssen. Vielleicht werden wir ja ein soziales Netzwerk für Berufspolitiker, in dem sie sich bei der Erstellung ihrer akademischen Arbeiten helfen und sich gegenseitig „gut finden“ finden können. Wer sollte das auch sonst noch tun?

Zum Schluss noch eine letzte Enthüllung zu den Grünen, damit später niemand sagen kann, wir hätten nicht gewarnt:

So wie die Dollar-Note geheime Botschaften der Freimaurer enthält, verrät auch die Wappenblume der GRÜNEN das wahre Wesen der Partei: Im Prinzip sind sie Schwarz-Gelb mit ein bisschen Gestrüpp drum. (Foto: Pingu-Mania)

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