FDP – Fukushima der Politik

Störfall Politik – die Liberalen denken bereits über ein Redesign ihres Logos nach.

Die Überschrift mag irritieren. Ist das nicht ein Vergleich, der hinkt, fragen viele. Gewiss, in Fukushima werden zumindest Teilerfolge erzielt, ein Umstand der bei den Liberalen derzeit noch nicht zu beobachten ist. Doch beginnen wir mit den Parallelen.

Beide wurden von einem Tsunami überrollt und liegen nun in Trümmern, Ausgang völlig ungewiss, die handelnden Personen wirkten von Anfang an ahnungslos und überfordert. Doch das war es dann auch schon wieder an Gemeinsamem. In Fukushima wird nun repariert, obwohl es strahlt. Bei der FDP wird zwar viel gestrahlt, aber nichts repariert.

Wie froh waren wir alle, als wir hörten, dass in Fukushima 11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser unfallfrei ins Meer geleitet wurden. Ein Erfolg, der die FDP neidisch machen muss, denn bei der Entsorgung ihrer Altlasten waren die Freidemokraten nicht so erfolgreich. Femme-fatale-Bärchenwurst Birgit Homburger vergiftet weiter das Fraktionsklima, Riesling-Reaktor Rainer Brüderle hat seine Restlaufzeit einfach selbst verlängert und auch Guido, der schnelle Brüter im Außenamt Ausnahmezustand, ist einfach nicht abzuschalten.

Es ist noch nicht so lange her, da verglich der schleswig-holsteinische FDP-Veteran Kubicki die FDP mit der DDR in ihren letzten Zügen. Was damals etwas befremdete, ergibt jetzt Sinn, denn das Prinzip der letzten Vorwendemonate wird von der FDP-Führung tatsächlich 1:1 übernommen: Ohne was zu ändern und mit allen alten Fressen soll alles anders werden. Als politischer Berater für das Moderieren des Übergangs soll demnächst Egon Krenz hinzugezogen werden.

Doch zurück zu den Parallelen zwischen Pannenreaktor und Pannenpartei. Die Stammtische Deutschlands waren am Dienstag zunächst irritiert als Dr. Philipp Rösler als neuer FDP-Chef angekündigt wurde. „Ein japanischer Arzt als Krisenhelfer, wie schlimm steht es um die FDP?“, fragten viele. Dieses Missverständnis hat sich mittlerweile aufgeklärt. Doch ansonsten geht Dr. Rösler bei seinen Sanierungsarbeiten ähnlich vor, wie die Verantwortlichen im fernen Japan: Reden halten und gute Miene zum bösen Spiel machen.

Zum Schluss noch etwas ganz anderes: Wissenschaftler des berühmten Fermilab-Teilchenbeschleunigers bei Chicago sind möglicherweise auf der Spur eines neuen Elementarteilchens oder einer bisher noch unentdeckten physikalischen Grundkraft. Auf unsere Bitte, ihre Wirkung für uns verständlich zu erklären, sagte ein Teilchenphysiker: „Sehen Sie sich die FDP an, sie macht alles falsch, was man falsch machen kann. Eigentlich müsste sie sofort auseinanderfliegen, aber sie tut es nicht. Das ist unsere mysteriöse Kraft.“

PS: Nach dem Willen des FDP-Zentralkomitees sollen alle FDP-Mitglieder Reisefreiheit bezüglich der Parteizugehörigkeit bekommen. Soweit wir wissen, gilt das unverzüglich.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu FDP – Fukushima der Politik

  1. Pingback: Rösler stellt Pläne richtig: geordnete Insolvenz für FDP. | Pingu-Mania

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s