Überraschung: Atomkraft doch nicht sicher

Traurig aber nötig: Japan hat vorrübergehend eine neue Nationalflagge.

Das Jahrhundertbeben in Japan hat die Welt aus ihren Fugen gerissen. Ob todbringender Tsunami oder atomare Apokalypse, selbst seriöse Nachrichtensendungen sehen mittlerweile aus wie die Trailer eines überdrehten Jerry-Bruckheimer-und-Roland-Emmerich-Blockbusters. Die Erdbeben-Katastrophe in Japan aber ist real, sie sprengt nicht nur reihenweise Reaktorgebäude, sondern auch unsere Vorstellungskraft. Die gravierendste und unfassbarste Konsequenz hatte die epochale Naturkatastrophe dennoch in Deutschland: Angela Merkel trifft auf einmal Entscheidungen. Und was für welche. Denn vielen hiesigen Atomkraftwerken soll es gehen, wie sonst männlichen Machtrivalen – sie werden ausgeschaltet. Ist das nicht eigentlich eine gute Nachricht?

Rückblende: Vor einigen Monaten erfand unsere Regierung ein knackiges Synonym für „todbringender Risikoschrott ohne Entsorgungsperspektive, der noch in Millionen Jahren gefährlich sein wird und mit dem skrupellose Verbrecher Milliarden verdienen“: Brückentechnologie. Mit diesem Zauberwort wurde die Verläääääääängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken legitimiert, Pingu-Mania berichtete damals über das traurige Seelenleben der amtsmüden Meiler.

Genau diese Kraftwerke, die damals unverzichtbar und absolut sicher waren, möchte unsere Angela jetzt einfach ausknipsen, weil sie natürlich immer noch absolut sicher sind. Das klingt kompliziert. Wir erklären die Hintergründe deshalb mit einer eindrucksvollen Bildstrecke:

Dieses Diagramm zeigt die Zustimmung zu Atomkraft in der Bevölkerung. Der rote Balken steht für Leute, die Atomkraft „gut“ oder „sehr gut“ finden, der gelbe Balken für Leute, die Kernenergie zumindest für „notwendig“ oder „OK“ halten.

Dieses Bild zeigt die Zukunft der schwarz-gelben Regierungskoalition in Baden-Württemberg unter Führung von Atom-Fan Stefan Mappus nach der bevorstehenden Landtagswahl.

Dieses Foto zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Angela Merkel ihre eigenen politischen Zukunftsaussichten im Kontext der beschlossenen Laufzeitverlängerungen sieht.

So soll der Wähler die Welt nach den Vorstellungen von Frau Merkel und Herrn Mappus nach der Kraftwerkseilabschaltung sehen – zumindest bis zum Verlassen der Wahlkabine.

So einfach kann Politik sein. Zum Abschluss möchte Pingu-Mania auf den Szenario-Trend aufspringen, der von SPIEGEL ONLINE in einmaliger Weise gesetzt wurde. Denn während der Rest der Welt nicht einmal weiß, wie heiß es in den Fukushima-Reaktoren wirklich ist, hat das Hamburger Nachrichten-Magazin bereits in die Zukunft von ganz Japan geblickt. Streng empirisch natürlich und forsch nach dem Motto: Genau so oder ganz anders wird es kommen.

Hier nun also unser Pingu-Mania-Atomkraft-Angela-Merkel-Landtagswahl-Zukunfts-Szenario: Die Notabschaltung der deutschen AKWs kommt zu spät. Ein Landtagswahl-Tsunami spült das politische Notstromaggregat Stefan Mappus aus der Staatskanzlei, so dass dieser in einer Notunterkunft im Vorstand eines Atomenergiekonzerns untergebracht werden muss. Der gesellschaftliche Druck wird daraufhin so stark, dass gar nicht lange danach auch Angela Merkel und ihre schwarz-gelbe Schwachstromregierung vom Netz gehen müssen. Das gesamte Kabinett wird schließlich zusammen mit allen Atomabfällen Deutschlands unterirdisch verklappt im offiziellen deutschen, von Stefan Mappus vorangetriebenen Endlager: Stuttgart 21. [Alle Angaben sind ohne Gewähr.]

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