Wiki und die starken Männer – Neues im Fall Assange

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks steht unter Druck. Gründer und Gesicht Julian Assange sitzt im Gefängnis und zahlreiche Geschäftspartner kündigen Server, Konten und die Freundschaft, nachdem sie nach Jahren ihre eigenen AGBs gelesen haben.

Besonders letzteres hatte selbst bei neutralen Beobachtern für Verwunderung gesorgt. Schließlich bestanden die Geschäftsbeziehungen seit vielen Jahren und WikiLeaks hat in dieser Zeit nie den Eindruck erweckt, ein Versand für Gartenbedarf zu sein. Nach Pingu-Mania-Informationen ließen sich MasterCard, PayPal, amazon & Co jedoch von den beinah monatlichen AGB-Updates des Sozialnetzwerkes Facebook inspirieren. Kurzfristig soll der Satz „Kunden ist es untersagt die Wahrheit über Machenschaften der USA zu veröffentlichen, wenn sie neun Buchstaben im Markennamen und einen Gründer mit den Initialen J. A. haben“ in die Geschäftsbedingungen aufgenommen worden sein. Ein Sprecher von MasterCard bezeichnete diese Klausel auf Anfrage als „marktüblich“.

Unterdessen gibt es außerdem Hinweise warum die USA Assange mit so feurigem Eifer verfolgen. In „god’s own country“ geht das Gerücht, WikiLeaks sei in den Besitz von Akten aus dem Archiv des lieben Gottes gekommen. Darin soll dieser sich abfällig über Menschen im Allgemeinen („arrogant und aggressiv“) und Kreationisten im Speziellen („Vollidioten“) äußern. Doch was könnten die Dokumente noch enthalten? Ist der Papst vielleicht gar nicht Gottes Stellvertreter, sondern nur ein himmlischer Hochstapler? Ist vielleicht nicht nur der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen, sondern auch der Schabracken-Tapir? Und ist vielleicht, ganz im Gegensatz zur US-Staatsreligion, Gott gar kein spezieller Freund der Vereinigten Staaten, sondern Frankreich-Fan?

Während all dies nur Spekulation ist, nehmen die Aktionen zur Unterstützung von WikiLeaks und Assange konkrete Formen an. So sorgen an der Cyberfront bereits junge Hacker als Kindersoldaten 2.0 für erste Vergeltung. Diese sollen jetzt auch bei der Finanzierung der anarchischen Aufklärungsarbeit stärker herangezogen werden – und zwar spielend. Denn WikiLeaks wird demnächst ein Konsolenspiel herausbringen, dass Hardcore-Zockern auf den ersten Blick bekannt vorkommen dürfte und dessen Erlös vollständig für Servermiete und Anwaltskosten verwendet wird. Pingu Mania liegt bereits ein erster grober Packungsentwurf vor:

Im Spiel geht es wie beim berühmten Vorbild darum, geheime Informationen einzusammeln, Spitzel anzuwerben und natürlich zu eliminieren – wenn auch nur naive Weltbilder. Über Netzwerk-Missionen können außerdem Firmen-Websites lahmgelegt und brisante Dokumente ausgetauscht werden. Die Pingu-Mania Game-Redaktion kann das Spiel uneingeschränkt empfehlen. Und sollte die Rettung von WikiLeaks per Gamecontroller nicht gelingen, bewirbt sich Pingu-Mania hiermit gleich als neue weltweit gefürchtete Enthüllungsplattform. Wir haben nämlich noch eine funktionierende MasterCard. Und bei amazon bestellen dürfen wir auch noch.

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Eine Antwort zu Wiki und die starken Männer – Neues im Fall Assange

  1. Anonymous schreibt:

    Ich will umbeding zocken! Gibs das Spiel schon? Welche Edition ist die beste? … Black, Red oder Gold?

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