Grausam: China verarbeitet Pandabären zu CD-Playern

China ist auf dem Weg zur Wirtschaftsweltmacht bekanntermaßen wenig zimperlich. Neben den immer wieder beeindruckenden „Nachbauten“ europäischer Technologie und gemutmaßten Währungsmanipulationen zeigt sich dies besonders beim Umgang mit der Natur. Man könnte sagen, „Umweltschutz wird in China nicht besonders groß geschrieben“. Eigentlich muss es aber wohl heißen: Es gibt überhaupt kein Schriftzeichen für Umweltschutz.

Während man sich aber an das Verpesten der Luft durch Industrieabgase oder das Versenken ganzer Landstriche durch Mega-Stauseen im bevölkerungsreichsten Land der Erde irgendwie schon gewöhnt hat, ist Pingu-Mania nun auf einen Fall von industrieller Tierquälerei gestoßen, der das grüne Herz erschaudern lässt: in einer Elektronik-Fabrik in der Provinz Sichuan werden Pandabären die Köpfe abgehackt und zu CD-Playern verarbeitet.

Von einem Mitarbeiter des Werkes wurde uns folgendes Foto zugespielt, das die erhobenen Vorwürfe eindrucksvoll untermauert:

Nichts als Musik im Kopf: ein CD-Player auf Pandaschädel-Basis

Mit den Anschuldigungen konfrontiert sagte Werksleiter Ling-Song: „Mischen Sie sich nicht in die internen Angelegenheiten Chinas ein. Erst einem Verbrecher den Friedensnobelpreis verleihen und dann auch noch an unserem Umgang mit der Natur rummäkeln. Aber gleichzeitig Elektrogeräte für ein paar Euro im Supermarkt kaufen wollen. Entscheiden Sie sich mal.“ Gleichzeitig hob Song die Qualität des Rohmaterials und der fertigen Geräte hervor: „Die Pandaschädel sind die besten Tonköpfe, die es gibt, ihre Akustik ist einmalig. Außerdem sind sie 100% biologisch abbaubar.“

Auf unsere abschließende Frage, ob er es nicht seltsam fände, das Wappentier der Umweltschutzorganisation WWF zu Elektrogräten zu verarbeiten, blieb Song professionell: „Uns ist nicht bekannt, dass es auf den Pandabären hier in China irgendwelche Markenrechte gibt.“

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2 Antworten zu Grausam: China verarbeitet Pandabären zu CD-Playern

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